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Krisenfrüherkennung

Hinsehen ist Pflicht. Der Nachweis auch.

§ 1 StaRUG verlangt von jeder Geschäftsführung einer haftungsbeschränkten Gesellschaft, Entwicklungen zu erkennen, die den Fortbestand gefährden. Yupana misst dafür acht Punkte gegen festgelegte Schwellen — und schreibt auf, wann, mit welchem Ergebnis und woraus.

Sieben Tage an einer Demo-Firma, ohne Zahlungsmittel. Das Dossier steht dort mit allem, was dazugehört — nur eben an erfundenen Zahlen.

Von der frag.hugo Informationssicherheit GmbH aus Hamburg · Hosting in Deutschland · keine Tracking-Cookies

Zwei Menschen sitzen im Büro zusammen und gehen eine Auswertung durch
Die Frage kommt selten in der Krise. Sie kommt danach.

Die Pflicht, die kaum jemand kennt

Seit 2021 gilt sie. Gefragt wird danach erst, wenn es zu spät ist.

Mit dem StaRUG kam eine Pflicht, über die niemand ein Rundschreiben bekommen hat: fortlaufend auf Entwicklungen achten, die den Fortbestand gefährden könnten, und bei Anzeichen gegensteuern.

Sie gilt unabhängig von der Größe — für die GmbH mit acht Leuten genauso wie für die mit zweihundert. Und sie trifft die Geschäftsführung persönlich, nicht die Gesellschaft.

Im Ernstfall zählt nicht, dass jemand ein gutes Gefühl hatte. Es zählt, was er gemessen hat, wann, und was er daraufhin getan hat.

Warum Excel hier nicht reicht

Ein Frühwarnsystem ist keine Tabelle, sondern eine Wiederholung.

Eine einmalige Auswertung beweist nichts. Was zählt, ist die Kette: gleiche Messpunkte, festgelegte Schwellen, regelmäßige Prüfung — und ein Protokoll, das man ein Jahr später noch lesen kann.

  • Keine festgelegten Schwellen

    Ohne Grenzwert gibt es kein Warnsignal, sondern nur Zahlen, die jemand unterschiedlich einordnet.

  • Zahlen aus dem Vorjahr

    Die letzte Auswertung liegt Monate zurück, das Konto ist tagesaktuell. Gemessen wird trotzdem am alten Stand.

  • Kein Nachweis

    Dass regelmäßig hingesehen wurde, weiß nur, wer dabei war. Aufgeschrieben hat es niemand.

So macht Yupana das

Acht Messpunkte, feste Schwellen, ein Blatt zum Ablegen.

Yupana misst, was ohnehin da ist: Kapitalausstattung, Zinsdeckung, Verschuldungsgrad, Vorlauf bis zur Unterdeckung, Verlustmonate, offene Befunde — und wie alt die eigenen Zahlen sind.

Das Dossier

Jede Zahl mit Schwelle, Herkunft und Datum.

Zu jedem Messpunkt steht, gegen welchen Grenzwert gemessen wurde und woher der Wert stammt. Darunter der Nachweis: seit wie vielen Monaten überwacht wird und wie frisch die Datengrundlage ist.

Zwei Regeln gelten strenger als sonst. Eine fehlende Zahl steht als „nicht bewertbar“ da und nie als grüner Haken. Und der schlechteste Messpunkt bestimmt das Gesamtbild, nicht der Durchschnitt.

  • Ausdrucken, unterschreiben, zu den Unterlagen — dafür ist die Seite gebaut
  • Schwellen sind Vorschläge und lassen sich begründet ändern
  • Steht ein Punkt auf „handeln“, steht daneben, was ins Protokoll gehört

Von der Warnung zur Maßnahme

Was eine Entscheidung kostet — und ab wann sie wirkt.

Ein Warnsignal ohne Handlungsmöglichkeit ist nur Druck. Deshalb hängt am Dossier der Umbau-Rechner: Kündigungsfristen nach § 622 BGB, Abfindung, Urlaubsabgeltung und die Lizenzen, die an einer Stelle hängen.

Das Ergebnis ist ein Verlauf Monat für Monat — wann es kostet, ab wann es spart, ab wann es sich trägt. Auf Klick wandert es als Ereignis in die Planung, wo es gegen die Ist-Zahlen läuft.

Wie der Liquiditätsteil rechnet

Woher die Schwellen kommen

Vorgeschlagen, begründet, änderbar.

8
Messpunkte, jeder mit Schwelle und Herkunft
§ 1
StaRUG — gilt seit 2021, größenunabhängig
1 Seite
zum Ausdrucken und Ablegen

Die Grenzwerte sind keine Erfindung: Die Drei-Wochen-Frist des § 15a InsO steht hinter dem Liquiditäts-Vorlauf, die übliche Bankensicht hinter der Eigenkapitalquote, der Verzug einer normalen BWA hinter dem Rückstand der Auswertung.

IDW S 16 verlangt ausdrücklich unternehmensindividuelle Werte. Deshalb sind alle Schwellen überschreibbar — wer andere für richtig hält, hält sie fest und begründet sie. Genau das ist der Kern der Pflicht.

Was Yupana offenlegt

In drei Schritten

Wie ein Nachweis entsteht.

  1. 01

    Auswertung importieren

    Die BWA als PDF, wie sie vom Steuerberater kommt. Daraus entstehen die Kapitalkennzahlen und die Ergebnisreihe.

  2. 02

    Kontoumsätze dazunehmen

    Als CAMT.053-Datei aus dem Online-Banking oder über die Bridge. Erst damit gibt es einen Vorlauf bis zur Unterdeckung.

  3. 03

    Schwellen prüfen

    Die Vorschläge übernehmen oder eigene festlegen. Das ist die Entscheidung, die niemand einer Software überlassen sollte.

  4. 04

    Quartalsweise ablegen

    Dossier ausdrucken, Maßnahmen dazuschreiben, zu den Unterlagen nehmen. Das ist der Nachweis.

Bevor du fragst

Was jetzt wahrscheinlich als Einwand kommt.

Ersetzt das die Prüfung durch Steuerberater oder Anwalt?
Nein, und es gibt sich auch nicht dafür aus. Yupana misst und dokumentiert. Ob ein Insolvenzgrund vorliegt, ob eine Fortbestehensprognose nötig ist und welche Fristen laufen, entscheiden Steuerberatung und Rechtsanwalt.
Ist das ein Testat oder eine Zertifizierung?
Nein. Es ist ein Nachweis über die eigene, laufende Beobachtung — mehr verlangt § 1 StaRUG für kleinere Gesellschaften in der Regel auch nicht, weniger aber eben auch nicht.
Wie viel Aufwand ist das?
Der erste Monat kostet 30 bis 60 Minuten Aufräumen. Danach sind es Minuten pro Woche und einmal im Quartal ein Durchgang durch die laufenden Positionen.
Wo liegen unsere Daten?
Datenbank in Deutschland, Anwendung in der EU-Region. Bankdaten liegen verschlüsselt, jeder Zugriff steht im Protokoll. Die Reichweitenmessung läuft auf eigenem Server ohne Cookies — deshalb kein Cookie-Banner.
Sicherheit und was noch aussteht

Häufige Fragen

Fragen zur Krisenfrüherkennung.

Was verlangt § 1 StaRUG genau?
Die Geschäftsleitung einer haftungsbeschränkten Gesellschaft muss fortlaufend über Entwicklungen wachen, die den Fortbestand gefährden können. Erkennt sie solche Entwicklungen, muss sie geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen und die Überwachungsorgane unterrichten. Die Vorschrift gilt seit dem 1. Januar 2021.
Gilt das auch für kleine GmbHs?
Ja. Die Pflicht ist größenunabhängig; angepasst werden darf nur die Komplexität des Systems. Für kleinere Unternehmen genügt in der Regel eine systematische, rollierende Liquiditätsplanung mit festgelegten Schwellen — genau das, was Yupana ohnehin führt.
Was ist IDW S 16?
Ein Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer aus dem November 2025. Er beschreibt, wie ein Krisenfrüherkennungs- und Krisenmanagementsystem nach § 1 StaRUG ausgestaltet sein sollte. Er ist keine Rechtsnorm, aber der Maßstab, an dem sich Berater und Prüfer orientieren.
Was passiert, wenn die Pflicht verletzt wird?
Die Geschäftsführung haftet persönlich für Schäden, die aus der Pflichtverletzung entstehen (§ 43 GmbHG); in der Nähe der Insolvenz kommen weitere Haftungsnormen hinzu. Praktisch relevant wird das meist rückblickend — wenn ein Insolvenzverwalter fragt, was wann bekannt war.
Wie oft muss gemessen werden?
Das Gesetz nennt keinen Takt, sondern verlangt fortlaufende Beobachtung. Üblich und gut begründbar ist ein monatlicher Blick auf die Zahlen und ein dokumentierter Stand je Quartal. Yupana rechnet bei jedem Import neu; das Dossier ist damit jederzeit aktuell abrufbar.
Reicht dafür der Tarif BWA?
Für die Kapital- und Ertragskennzahlen ja. Der Vorlauf bis zur Unterdeckung braucht Kontobewegungen und damit Yupana Complete — ohne sie steht dieser Messpunkt ehrlich auf „nicht bewertbar“ statt auf Grün.

Passt dazu

Der erste Schritt

Der beste Zeitpunkt für einen Nachweis ist der, an dem niemand danach fragt.

Sieh dir das Dossier an einer Demo-Firma an: acht Messpunkte, festgelegte Schwellen, ein Blatt zum Ablegen. Sieben Tage, ohne Zahlungsmittel, ohne Gespräch.

Antwort von einem Menschen, innerhalb von zwei Werktagen — auch dann, wenn Yupana für euch die falsche Antwort ist. Noch nicht so weit? Dann lies erst mal weiter.